vom Südwind gefächelt
Anregung für dieses Luftstück ist eine Passage aus den Metamorphosen von Ovid, in der es um die Hasenohren von König Midas geht. Der Kammerdiener von König Midas entdeckt die merkwürdigen Ohren seines Herrn, ist entsetzt und… Ovid schilderte Folgendes: Zwar wagt er es nicht, die erblickte Schmach zu verraten, so sehr es ihn drängt, an den Tag sie zubringen, aber er kann es unmöglich verschweigen. So geht er beiseite, und gräbt in die Erde ein Loch und berichtet mit flüsternder Stimme, welcherlei Ohren beim Herrn er erblickt hat: er hauchts in die Höhlung. Alsdann wirft er die Erde zurück: den Verrat seiner Stimme deckt er, verschüttet die Grube und macht sich schweigend von dannen. Doch von schwankendem Schilf erwächst an der Stelle ein dichter Hain, und sowie er gereift ist, zur Zeit, da das Jahr sich erfüllt hat, wird der Sämann verraten: das Schilf, vom Südwind gefächelt, tönt die verschütteten Worte: bekannt sind die Ohren des Fürsten.
In meinem Stück geht es nun um Rauschendes, Flüsterndes und Sich Bewegendes. Mich interessierten neben den Rauschbewegungen im Raum auch die Übergänge zwischen Windgeräuschen und Flüstern. Wann hören wir das Rauschen als Flüstern wann zerfließt das Flüstern im Rauschen, wann beginnen wir Stimmen zu hören, die gar nicht da sind….

 

 

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